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Agility

  

 

 

                                    Was ist das eigentlich ?       

 

Agility ist eine aus England kommende Hundesportart, die vor allem in den westeuropäischen Ländern bereits eine große Anhängerschaft gewonnen hat.
Agility wird in einem Hindernisparcours durchgeführt. Die Hindernisse sind derart konstruiert, dass sie von einem Hund überwunden werden können. Die Aufgabe des Hundeführeres besteht darin, den Hund durch geeignete Führtechniken über oder durch diese Hindernisse zu führen. In einem Wettbewerb werden dann die benötigte Zeit zum Durchlaufen des Parcours sowie die Fehler an den Hindernissen gewertet.

Für welchen Hund ist Agility geeignet?

Grundsätzlich ist Agility für jeden Hund geeignet, der über einen unbedenklichen Gesundheitszustand verfügt. Hunde mit Schäden am Knochenbau, z.B. HD dürfen kein Agility betreiben.

Bei großen und schweren Hunden ist zu berücksichten, daß vor allem die Sprünge eine große Belastung des Knochenbaus darstellen. Hunde unter einem Jahr dürfen zwar schon mitlaufen, jedoch wegen
des noch nicht abgeschlossenen Wachstums nicht springen.

 

Vorausetzungen des Hundeführers

 

Hundeführer und Hund sollten über eine gute Fittness verfügen. Das Verhältnis zwischen Hund und Hundeführer sollte durch Vertrauen und Teamfähigkeit geprägt sein. Gute Unterordnung und Gehorsam des Hundes sowie eine gute Disziplin des Hundeführers sind erforderlich. Für die Teilnahme an offiziellen Wettbewerben, ist eine bestandene BH-Prüfung erforderlich.
Agility soll vor allem Spaß machen. Leistungsdruck und falsch verstandener Ehrgeiz dürfen nicht die Triebfeder für diesen schönen Sport darstellen. Nur ein ausgeglichenes Team, Hund und Hundeführer, deren Verhältnis zueinander durch Vertrauen und Spaß beim gemeinsamen Tun geprägt ist, wird durch hohen Lustgewinn belohnt werden.

Klasseneinteilung

Je nach Größe des Hundes wird dieser in eine der drei Klassen Mini, Midi, oder Standard (Large)eingeordnet.Entsprechend dieser Klassen werden die Sprunghöhen, Sprungweiten, sowie die Höhen der Kontaktzonengeräte und des Tisches eingestellt. 

 

Prüfungen
 
Prüfungen werden im Agility in Form von Turnieren ausgeführt. Die Prüflinge starten in den verschiedenen Leistungsklassen A0 (Beginner), A1, A2 und A3. Gewertet werden Fehler, z.B. der Abwurf einer Stange und Verweigerungen, z.B. das Vorbeilaufen an einem Hindernis, sowie die Zeit für das Durchlaufen des Parcours. Bei einer fehlerhaften Reihenfolge der überwundenen Hindernisse wird das Team sofort disqualifiziert. Das Team mit den geringsten Fehlern und Verweigerungen, sowie der kürzesten Zeit gewinnt das Turnier in der Leistungs- und Größenklasse, in der gestartet wurde.

 

 

Geräte

Geräte, bei denen der Hund springen muss sind: Hürde, Doppelhürde, Weitsprung, Reifen, Mauer und Viadukt.

 

 

Hürde

Der Hund muss die Stange überspringen,
ohne sie abzuwerfen.

 

 

 

 

 

 

 

Weitsprung

Die Flächen der einzelnen Teile sind in
Richtung des Hundes etwas gekippt und
in der Höhe nach hinten ansteigend. Aus
der Sicht des Hundes ergibt sich eine fast
durchgehende Fläche, die zum Überlaufen
einlädt. Der Hund muss die Elemente kom-
plett überspringen, ohne sie umzuwerfen.

 

 

 

 

 

Reifen

Der Reifen ist in einem Gestell so aufge-
hängt, dass er vom Hund durchsprungen
werden kann. Als einziges Gerät, das
durchsprungen werden muss, kann beim
Reifen kein bewegliches Teil abgeworfen
werden. Text unterhalb von Bild und Beschreibung

 

 

 

 

 

 

  

 Kontaktzonengeräte

 

Kontaktzonengeräte haben am Auf- wie auch beim Abgang eine rot gekennzeichnete Zone, die vom Hund mit mindestens einer Pfote berührt werden muss. Die Verleitung für den Hund, diese Zonen zu überspringen, ist sehr groß, so dass das Wesentliche beim Training an diesen Geräten das korrekte Überlaufen der Kontaktzonen ist.

 

 

A-Wand

A-förmig aufgebautes Gerät mit einer
maximalen Höhe von 2m. Der Hund
muss das Gerät ohne Überspringen der
Kontaktzonen überlaufen.

Steg

Der Steg besteht aus einem Aufgang, einem
waagerechten Teil und einem Abgang.
Ebenso wie bei der A-Wand muss der Steg
überlaufen werden. Der große Unterschied
zur A-Wand besteht in der geringen Breite.

 

 

 

 

 

Wippe

Die Wippe ist nach dem Slalom
das schwierigste Gerät im Agility.
Neben der ebenfalls geringen Brei-
te ist die Bewegungsfähigkeit des
Gerätes für den Hund zunächst ge-
wöhnungsbedürftig.

 

   

Tunnel

 
Es gibt zwei Ausführungen, den festen Tunnel und den Sacktunnel.

  

Fester Tunnel

Feste Tunnel bestehen meist aus einem Kunststoffschlauch,
der durch eine Metallspirale in Form gehalten wird. Ent-
sprechend der Anordnung des Tunnels, in gerader oder ge-
bogener Form, sieht der Hund den Ausgang evtl. nicht.

  

Sacktunnel

Beim Sacktunnel sieht der Hund den Ausgang
grundsätzlich nicht. Der Stoff muss mit dem
Kopf bzw. der empfindlichen Nase beim
Durchlaufen angehoben werden. Beide Tunnel-
arten erfordern ein gutes Vertrauensverhältnis
des Hundes zum Hundeführer.

 

  

Tisch

Der Tisch ist für die Zeit von 5 Sekunden ein Ruhepunkt im
Parcours. Nach dem Aufspringen auf den Tisch hat sich der
Hund in einer beliebigen Position auf dem Tisch aufzuhal-
ten. Nach Ablauf der Zeit darf der Hund abgerufen werden.
Der Hundeführer hat während dieser Zeit die Gelegenheit,
sich im Parcours für den weiteren Verlauf günstig zu posi-
tionieren.

 

 

 

 

 

    

Slalom

Der Slalom mit seinen 6-12 senkrecht hintereinander ange-
ordneten Stangen ist das schwierigste Gerät im Parcours.
Richtig trainiert wird dieses Gerät jedoch oft zum Lieblings-
gerät für viele Hunde. Der Einlauf in das Gerät sowie die
Korrektur bei Fehlern ist streng geregelt.